Stadtteiltour

OB-Wahl: Martin Körner startet Stadtteiltour im Synergiepark Vaihingen/Möhringen

Stadtteiltour 02JUN2020 Vaihingen Synergiepark

„Stuttgart soll stark bleiben: Arbeitsplätze sichern!”

Im Synergiepark Vaihingen/Möhringen hat Martin Körner heute seine Stadtteilrunde als Kandidat für die Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl gestartet.

Seiner Ansicht nach werde es bei der OB-Wahl am 8. November vor allem auch darum gehen, die ökonomische Spitzenstellung der Stadt und damit viele anständig bezahlte Arbeitsplätze in Stuttgart zu halten und auszubauen. Die Stadt habe im Synergiepark die schwierige Aufgabe, den gewollten Ausbau der Arbeitsplätze mit einer vernünftigen Verkehrs- und Wohnungspolitik zu verbinden.

Mehr Wohnungen sowie Ausbau des Nah- und Radverkehrs

„Wir können froh sein, dass im Synergiepark viele neue Arbeitsplätze entstehen. Damit dieses Wachstum in Vaihingen und Möhringen auch ohne Verkehrschaos vonstatten geht, brauchen wir mehr arbeitsplatznahe Wohnungen sowie einen Ausbau des Nahverkehrs und der Radinfrastruktur. Der Anteil derer, die mit dem Auto bis in den Synergiepark zur Arbeit fahren, muss sinken“, so Martin Körner. „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass bei einer Verdoppelung der Arbeitsplätze Vaihingen und Möhringen im Verkehr ersticken, wenn wir nicht auch die Nord-Süd-Straße ausbauen.”
Körner verwies auf die aktuellen Zahlen zum Stuttgarter Arbeitsmarkt und begründete damit, dass er seine Stadtteiltour als OB-Kandidat in einem Gewerbegebiet beginnt. Die Zahl der Arbeitslosen sei im April in Stuttgart um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Über 100.000 Menschen arbeiteten in Kurzarbeit. Im Mai seien eher noch schlechtere Zahlen zu erwarten. Dabei habe Stuttgarts Identität und Erfolgsgeschichte viel mit ökonomischem Erfolg und anständig bezahlten Arbeitsplätzen zu tun.
„Wer in Stuttgart Oberbürgermeister werden will, muss die ökonomische Basis für soziale Stabilität, Wohlstand und Lebensqualität kennen und hart dafür arbeiten wollen, dass Stuttgart stark bleibt”, betonte Körner.

Verdoppelung der Arbeitsplätze

Der Synergiepark soll in den kommenden Jahren wachsen. Die Zahl der Arbeitsplätze könne sich bis 2030 annähernd verdoppeln auf dann rund 38.000. Die Unternehmen und die hier arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden sich zum Standort Stuttgart bekennen – „und das soll auch so bleiben“, so Martin Körner.
Die Stadt könne ihrerseits vor allem in der Verkehrs- und Wohnungspolitik eine Menge dafür tun. So müsse sie eine am Gemeinwohl und an der Realität orientierte Strategie verfolgen. Für Körner heißt das vor allem, das „heutige Verkehrschaos“ durch ein ganzheitliches und vernünftiges Konzept für die Zukunft zu vermeiden: „Wir können nicht die Zahl der Arbeitsplätze in Vaihingen und Möhringen verdoppeln, ohne neue Wohnungen in Arbeitsplatznähe zu schaffen und ohne massiv in die Verkehrsinfrastruktur zu investieren.”
Sein Ziel sei es, so Körner, dass der Anteil der Beschäftigten, die mit dem Auto kommen, von heute 50 auf 33 Prozent sinke. Dafür müssten Wohnort und Arbeitsort näher beieinander sein. Er denkt dabei an eine gemeinsame Wohnungsoffensive von Stadt und Unternehmen des Synergieparks. Darüber hinaus müssten Alternativen zur Autofahrt zum Büro attraktiver werden.

Ausbau der Nord-Süd-Straße

Gleichzeitig müssten alle Beteiligten aber auch einsehen, dass bei einer Verdoppelung der Arbeitsplätze immer noch mehr mit dem Auto unterwegs seien als heute. Also sei der Ausbau der Nord-Süd-Straße ebenfalls notwendig; im südlichen und im nördlichen Bereich.
Körner will die Wohnbauentwicklung im Eiermann-Areal beschleunigen und die Stadtbahn ausbauen – mit einer Direktverbindung zum Flughafen und neuen Verbindungen bis nach Büsnau. Die SSB müsse für diese Investitionen stärker von der Stadt unterstützt werden. Auch der 80er-Bus müsse häufiger fahren. Die Expressbuslinien seien gut und müssten ebenfalls gestärkt werden.
Auch der Fahrradverkehr solle gestärkt werden, so der passionierte Radfahrer Körner –„und da müssen dann auch mal 55 Parkplätze in der Schockenried- und Industriestraße wegfallen“. Bei fast 40.000 Arbeitsplätzen seien ein Parkraummanagement zum Schutz der Anwohnerstraßen und ein leistungsfähiges P+R-Parkhaus mit ÖPNV-Anbindung ohnehin wichtiger als 50 Parkplätze hin oder her.

Video: Statement zur Entwicklung des Eiermann-Areals in Vaihingen