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Körner: „Die Diskussion um Deutsche mit und ohne Migrationsgeschichte bringt uns nicht weiter“

Ausschreitungen Stuttgart: Statement zur Herkunftsforschung

OB-Kandidat Martin Körner erklärt zur Diskussion um den Migrationshintergrund der Täter in der so genannten Krawallnacht in Stuttgart:

„Die Diskussion um Deutsche mit und ohne Migrationsgeschichte im Kontext der Krawalle in Stuttgart bringt uns nicht weiter. Ich habe schon in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag gesagt, dass ich ein Problem mit dieser Aufteilung habe. Sie suggeriert, dass ein Teil nicht richtig dazugehört.

Stuttgarter mit Migrationsgeschichte sind ein wertvoller Teil der Stadtgesellschaft. Aus meinen Gesprächen weiß ich: Sie fühlen sich nicht gut bei dieser Debatte, denn es entsteht der Eindruck, dass der Migrationshintergrund einer der wichtigsten Erklärungsfaktoren für die Geschehnisse in Stuttgart ist. 

In einer öffentlichen Debatte über die Sicherheitspartnerschaft zwischen Stadt und Land ist es befremdlich, wenn die Frage ins Zentrum gestellt wird, ob tatverdächtige Deutsche mit oder ohne Migrationsgeschichte sind. Ich sehe einfach nicht, wie uns diese Unterscheidung bei der Beantwortung der zentralen Frage weiterbringt: Was können wir tun, damit sich so etwas nicht wiederholt? 

Mir konnte noch niemand nachvollziehbar erklären, was es hilft, wenn man weiß, wo die Eltern oder Großeltern eines gewalttätigen jungen Menschen geboren wurden.“