Zusammenhalt und Liberalität in Stuttgart immer wieder erneuern

Unsere Stadt ist schon seit 100 Jahren von Zuwanderung geprägt. In den letzten 50 Jahren sind um die 40 Prozent der Stuttgarterinnen und Stuttgarter neu hierher gekommen oder haben einen elterlichen Migrationshintergrund.

All diese zugewanderten Menschen sind jetzt Stuttgarterinnen und Stuttgarter. Sie fühlen sich wohl und prägen nachhaltig und positiv das Bild unserer Stadt mit.

Insbesondere Oberbürgermeister Manfred Rommel stand für Offenheit und Liberalität in Stuttgart, die mir ebenfalls ein bedeutendes Anliegen sind. Kulturelle Vielfalt ist eine Stärke Stuttgarts, die aber auch mit Herausforderungen verbunden ist, weil Unterschiede auch Konfliktpotential mit sich bringen.

  • Deshalb brauchen wir weiterhin gut bezahlte Arbeitsplätze und Jobchancen, die unsere Stadt attraktiv und offen machen.
  • Hierzu gehört nach wie vor die Stärke der Automobilindustrie, die den Bürgerinnen und Bürgern Stuttgarts viele Karrieremöglichkeiten bietet und zur Identität unserer Stadt gehört. 
  • Außerdem benötigen wir gute Lebensbedingungen für alle, zum Beispiel durch genügend bezahlbaren Wohnraum für jeden Geldbeutel. 

Rassismus gibt es auch in Stuttgart – Vielfalt muss sich abbilden!

Rassismus findet statt. Leider. Jeden Tag. Und er hat viele Gesichter und Facetten. Wir müssen genau hinschauen, wo er sich offen zeigt, aber auch, wo er unbemerkt lauert.

Beispielsweise beim Alltagsrassismus: wenn man als Mensch mit ausländisch klingendem Nachnamen nicht einmal zu Wohnungsbesichtigungen eingeladen wird. Oder wenn man bei der Jobsuche nicht vorankommt und eine Absage nach der anderen erhält. Oder wenn andere Personen vor einem die Straßenseite wechseln.

Die Vielfalt der Menschen in unserer Stadt ist längst gelebte Realität. Wir müssen sie als Chance begreifen und nicht als Bedrohung.

Wahr ist aber auch, dass Stuttgart eine lange und erfolgreiche Tradition der Toleranz, Buntheit und Vielfalt hat. Bei der Integration von Ausländerinnen und Ausländern spielt unsere Stadt eine Vorreiterrolle. Dies ist das Ergebnis einer Befragung der Europäischen Kommission unter einer Vielzahl von europäischen Großstädten.

Jeder kann seinen Beitrag leisten

Ich verstehe mich als Oberbürgermeister aller Stuttgarterinnen und Stuttgarter. Ich werde mich dafür einsetzen, dass Rassismus nicht um sich greift. Für mich gehört deshalb dazu, dass sich die Stuttgarter Vielfalt auch stärker in Führungspositionen darstellt. Dazu gehören natürlich auch Führungsaufgaben im Rathaus.

Alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter können ihren Beitrag zum Wohl der Stadt leisten und deshalb sind alle gefordert – egal welche Hautfarbe sie haben oder welchen Vornamen sie tragen.

Packen wir es gemeinsam an. Die Zukunft kommt nicht, sie wird von uns gemacht. Stark in die Zukunft ‒ für Stuttgart!


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