Körner am Montag

Wohnungsbau, die erste Podiumsdiskussion und ein ganz besonderer Stammheim-Tag!

Körner am Montag Folge 16: Wohnungsbau, die erste Podiumsdiskussion und ein ganz besonderer Stammheim-Tag!

Am Montag im Unterausschuss Wohnen: „Wir brauchen viele neue Wohnungen – da führt kein Weg dran vorbei“

… ist ein Zitat des Ministerpräsidenten – und er hat recht! Im bundesweiten Mietspiegelvergleich liegt Stuttgart seit dem vergangenen Jahr an der Spitze aller großen deutschen Städte; mit 10,41 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche sogar vor München mit 9,74 Euro (Bestandsmietenschnitt, Quelle: https://www.f-und-b.de/beitrag/fb-mietspiegelindex-2019-veroeffentlicht.html).

Natürlich hat diese Entwicklung viele Ursachen. Eine davon sind die wenigen neuen Wohnungen, die in Stuttgart entstehen: Im vergangenen Jahr wurden in Stuttgart nur etwas mehr als 900 neue Wohnungen fertiggestellt, ein Negativrekord. Das sind 1,5 neue Wohnungen pro 1.000 Einwohner – im Vergleich zu anderen Städten ein beschämend niedriger Wert! In Frankfurt waren es im vergangenen Jahr fünf, in Heilbronn vier neue Wohnungen pro 1.000 Einwohner. In Zürich (rund 400.000 Einwohner) wurden allein in Mehrfamilienhäusern im vergangenen Jahr rund 6.000 neue Wohnungen gebaut.

Es gibt also viel zu tun, wenn es um neue Wohnungen für Stuttgart geht. Dass wir vor allem auf die Innenentwicklung setzen, ist richtig und gut. Hier müssen wir aber mehr Gas geben, um die vorhandenen Potenziale zu heben. Außerdem sollten wir auch nicht zu jedem neuen Wohngebiet am Siedlungsrand Nein sagen, sondern gut überlegen, wo auch das sinnvoll ist – zum Beispiel in der Nähe von vielen Arbeitsplätzen oder in der Nähe einer Stadtbahn, weil das Autoverkehr vermeidet. Weitere Infos gibt es hier: https://www.stuttgart.de/item/show/273273/1/9/698385?plist=homepage

Am Dienstag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik: Wohnungen sollen auch hinter dem neuen Bahnhof entstehen

Immerhin geht es hier um fast 6.000 neue Wohnungen, die wir in der Nähe von vielen Arbeitsplätzen schaffen können, bestens angebunden an den Öffentlichen Nahverkehr. Damit wir dieses Potenzial möglichst rasch heben können, müssen wir Gas geben: Bei der Planung zum Rückbau der Gleisanlagen und damit auch bei der Planung einer neuen Topografie zwischen Stuttgart-Nord und Stuttgart-Ost.

Klar ist mittlerweile hoffentlich jedem: Wenn wir hier schnell vorankommen wollen, müssen wir mit der Bahn und nicht gegen die Bahn arbeiten. Außerdem wird in Zukunft die Bahn weniger und die Stadt selbst mehr planen und auch bauen müssen. Alle Fraktionen sind sich in der öffentlichen Sitzung einig, dass wir der Verwaltungsspitze das Go für entsprechende Verhandlungen mit der Bahn geben.

Am Mittwoch endlich: Die Zeckenimpfung

Momentan habe ich ständig Zecken, also ist die Impfung mehr als überfällig. Heute gings los – die nächste Spritze gibt es in vier Wochen.

Am Donnerstag eine sehr intensive Vollversammlung – und die erste Podiumsdiskussion der OB-Kandidaten beim AK Asyl

In der Vollversammlung geht es nochmals um die Ausschreitungen von Ende Juni und um die jetzt abgeschlossene Sicherheitspartnerschaft zwischen Stadt und Land. Außerdem beschließen wir Weichenstellungen für das größte Gewerbegebiet Stuttgarts, den Synergiepark Vaihingen/Möhringen. Unser Antrag dazu wird fast vollständig so vom Gemeinderat beschlossen, allerdings mit knappen Mehrheiten. Mehr Infos dazu gibt es hier: https://www.koerner-stuttgart.de/stadtteiltour/ob-wahl-martin-koerner-startet-stadtteiltour-im-synergiepark-vaihingen-moehringen/

Um 19.30 Uhr geht es dann mit dem Fahrrad zur Leonhardskirche, wo auf Einladung des AK Asyl die erste Podiumsdiskussion der OB-Kandidatinnen und -Kandidaten stattfindet. Super moderiert von Joachim Schlecht und Michael Zeiß hat es richtig Spaß gemacht – ein herzliches Dankeschön dem AK Asyl! Ich fand es gut, dass wir mit diesem Thema den demokratischen Wettstreit begonnen haben; schließlich geht es hier um den Kern einer menschlichen und damit sozialen Stadtgesellschaft – nämlich der Hilfe für die Schwächeren, die die Hilfe der Stärkeren brauchen!

Wer sich die Diskussion anschauen möchte, hier der Link des AK Asyl: https://www.facebook.com/408107859307139/videos/737119820375050/

Am Freitag ein großartiger Tag in Stammheim

… der mich einmal mehr tief beeindruckt hat, weil dort offensichtlich der Zusammenhalt und das Miteinanderwirken sehr, sehr gut klappt. Das hat mit vielen aktiven und engagierten Bürgerinnen und Bürgern zu tun, von denen ich heute auch einige treffen darf: Natürlich die Bezirksvorsteherin Susanne Korge, dann Ronny Martin, Leiter des Generationenhauses sowie Gerd Steinemann, der die Kita leitet – und die beide ein offensichtlich bestfunktionierendes Mehrgenerationenhaus managen, die aber mehr Unterstützung für ihre Arbeit brauchen. Vielleicht kann die neue Konzeption für unsere Stadtteilhäuser und vor allem das neu zu bauende Stadtteilhaus dabei helfen.

Dann lerne ich Frau Mack und ihr Team der Nikolauspflege kennen: Was für eine Powerfrau, die sich um Blinde und sehbehinderte Menschen in Stammheim kümmert! Bei der Grundschule und der Park-Realschule treffen wir meine Stadtratskollegin Jasmin Meergans sowie die örtliche Bezirksbeirätin, die beiden Schulleiter und den Schulsozialarbeiter, die viel über die laufende Schulerweiterung berichten können. Vielleicht können wir als Stadt hier lernen, wie wir es in Zukunft besser machen müssen. Ganz wichtig ist jetzt, dass die Fläche der Stadt hinter den Schulen so rasch wie möglich als Schulhof genutzt werden kann. Sonst funktionieren die Pausen mit den vielen Schülerinnen und Schülern gar nicht mehr.

Zur Mittagszeit dann eine Besichtigung der Freihofstraße und ein kurzes Essen im Bistro Dialog, mit einem unfassbar netten Pächter und Vertretern des Handels- und Gewerbevereins. Axel Überschär, der Vorsitzende, ist unglaublich engagiert – unternehmerisch und für den Stadtbezirk: Glasfaser für das Gewerbegebiet Emerholz wäre gut. Dem gehe ich nach!

Schließlich geht’s ins Grüne: Erst zur Jugendfarm, die uns Frau Dannemann, die Leiterin der Jugendfarm, zeigt (einfach schön und sehr zu empfehlen!), dann zum Treffen mit dem Bürgerverein und dem TV Stammheim in der Pizzeria Da Giò. Gute Gespräche zum Güterverkehrszentrum Kornwestheim, zur Zukunft des Sportvereins und vielem mehr beenden den Abend.

Um kurz vor 8 Uhr fahre ich mit dem Rad über Zuffenhausen, den Pragsattel und Rosensteinpark nach Hause. Natürlich war der Tag anstrengend, aber auch unglaublich bereichernd. Diese Woche motiviert und hat viel Freude gemacht!

Am Samstag in Bad Cannstatt vor dem Kaufhof: Solidarität zeigen!

Mit den Beschäftigten bei Galeria Karstadt Kaufhof und mit der Cannstatter Marktstraße, die es nicht leichter haben wird, wenn der Kaufhof tatsächlich schließt. Vielleicht kann die Stadt noch einen guten Beitrag leisten: Schließlich sind wir mit dem Unternehmen an anderer Stelle in intensiven Gesprächen über ein Vorkaufsrecht der Stadt!