Körner am Montag

Unterwegs im industriellen Neckartal

Körner am Montag Folge 18: Unterwegs im industriellen Neckartal

Am Montag viel Schreibtischarbeit, positive Perspektiven für die Innenstadt

… und ein sehr gutes Gespräch mit den Initiatoren der Konzerthaus-Initiative! In Stuttgart dirigieren weltweit renommierte Dirigenten hervorragende Orchester – aber die Liederhalle ist in die Jahre gekommen und bietet auch nicht genügend Platz. Also hat der Gemeinderat im letzten Doppelhaushalt ein Budget für die Konzerthaus-Initiative beschlossen, mit dem ein konkretes Raum- und standortunabhängiges Nutzungskonzept erarbeitet wird.

Darüber hinaus sollen zwei konkrete Standorte genauer untersucht werden: Die Holzgartenstraße und die Königstraße 1 bis 3. Ich persönlich fände ein Konzerthaus am Eingang zur Königstraße genau das richtige, um eine gute Perspektive für die schwierige Lage der Innenstadt zu bekommen!

Am Dienstag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik: Die Bodenfrage für den Neckarpark und das Areal rund um das Bürgerhospital

Im Grundsatz hat der Gemeinderat bereits 2016 beschlossen, dass beim Wohnungsbau im Neckarpark und rund um das Bürgerhospital vor allem die Wohnungsbaugenossenschaften, Baugemeinschaften und die SWSG zum Zuge kommen sollen. 80 Prozent der Wohnungen sollen geförderte, also preiswertere Wohnungen sein, davon 60 Prozent Sozialmietwohnungen (SMW). Die SMW sollen jedoch zur Hälfte an anderen Stellen in der Stadt entstehen, sodass zum

Beispiel im Neckarpark 30 Prozent SMW und 20 Prozent auf andere Weise geförderte Wohnungen entstehen. Das ist schon eine gute Mischung – und vor allem werden die Wohnungen von Bestandshaltern gebaut, die die Wohnungen normalerweise nicht weiter veräußern (in der Hoffnung auch auf Spekulationsgewinne).

In der Sitzung rege ich an, neben dem Erbbaurecht auch Wiederkaufsrechte der Stadt zu verankern, damit auch langfristig sichergestellt wird, dass mit dem Grund und Boden nicht spekuliert wird. So wird es jetzt wohl auch kommen. Beschlussfassung ist kommende Woche!

Am Mittwoch in Wangen und in Hedelfingen

Den Anwohnerinnen und Anwohnern rund um die Ravensburger Straße geht es um den blöden Schleichverkehr, der direkt an ihren Wohnzimmern in diesem wunderschönen alten Zentrum Wangens vorbeirauscht. Poller am Bärenplätzle würden helfen. Das gehe ich jetzt mal an!

In Hedelfingen geht es um die Zukunft eines der größten Sportvereine Stuttgarts: Der SportKultur Stuttgart – und um die Zukunft der doch sehr in die Jahre gekommenen Turn- und Versammlungshalle. Ein sehr konstruktives Gespräch mit Ilse Bodenhöfer-Frey von den Freien Wählern, Uli Strobel von der Sportkultur und Regina Erben von den örtlichen Sozialdemokraten bringt richtig gute Ergebnisse. Ich weiß, was ich zu tun habe! Fotos gibt es hier: https://www.koerner-stuttgart.de/stadtteiltour/stadtteiltour-hedelfingen/

Am Donnerstag geht es um die Zukunft der Autoindustrie in Stuttgart

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat zur Diskussion geladen: Sylvia Stieler vom IMU-Institut und Holger Haas von der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart diskutieren mit Gästen über die Zukunft der Autoindustrie. Die Bedeutung dieser Industrie ist groß!

In Stuttgart stammt fast jeder dritte Euro Wertschöpfung aus der Industrie, davon der größte Teil vom Auto. Viele Dienstleister sind Auftragnehmer von Zulieferern oder Daimler oder Porsche. Die, die in dieser Branche arbeiten, verdienen in der Regel sehr, sehr gut. Es geht also um viel, wenn Daimler den Abbau von 20.000 Arbeitsplätzen weltweit verkündet – und hier auch immer wieder Standort im Neckartal genannt wird.

Die Transformation weg vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität ist in vollem Gang. Bosch ist bei Elektromotoren fürs Fahrrad weltweit führend, Porsche verkauft gerade viele E-Autos und beim Daimler hat der Betriebsrat erreicht, dass im Neckartal der Elektroantrieb für künftige Daimler-E-Autos gefertigt wird. Corona hatte allerdings niemand auf der Rechnung – und die weltweite Nachfrage ist im Keller. Zum Glück zieht China an. Und im Juni scheint auch der Daimler ganz gut verkauft zu haben.

Ich bin davon überzeugt, dass Stuttgart auch in Zukunft eine Stadt mit Industrieproduktion sein muss, weil dies – dank IG-Metall – anständig bezahlte Jobs auch für Nicht-Akademiker bietet. Weil Forschung und Entwicklung auch nur mit einer Fertigung in der Nähe gut funktionieren. Und weil das Wertschöpfung, Wohlstand und Teilhabe für die ganze Stadt sichert. Als OB möchte ich die städtische Wirtschaftsförderung ausbauen, da bieten andere Städte wesentlich mehr!

Am Freitag geht es mit dem Thema gleich weiter

… im Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen; mit Referaten von der Bundesagentur für Arbeit (die Zahl der Arbeitslosen ist innerhalb eines Jahres um fast 50 Prozent gestiegen – vor allem bei den Jüngeren ein drastischer Anstieg bei allerdings stabiler Situation auf dem Ausbildungsmarkt), der IHK (Johannes Schmalzl) und der BW-Bank.

Danach bin ich im Stuttgarter Osten unterwegs; an Orten, wo wir uns die Installation neuer Brunnen wünschen, zum Beispiel am Urachplatz, wo ich fast acht Jahre gewohnt habe.

Am Abend bin ich mit Franz Kibler und Fatih Ceylan von der AIDS-Hilfe bei der CSD-Gala im Römerkastell. Gemeinsam mit Laura Halding-Hoppenheit, Andreas Winter, Brigitte Lösch und Oliver Hildenbrand darf ich die Gala eröffnen. Chris Michl und sein Team machen das einfach hervorragend. Kompliment und Dank für einen sehr schönen Abend!